MyelomGruppe Berlin

An der Hämatologie der Charité, Universitätsmedizin Berlin arbeitet seit einiger Zeit ein neuer Arbeitsbereich, in dessen Zentrum das Multiple Myelom und andere Plasmazelldyskrasien stehen.

MyelomGruppe Berlin


An der Hämatologie der Charité, Universitätsmedizin Berlin arbeitet seit einiger Zeit ein neuer Arbeitsbereich, in dessen Zentrum das Multiple Myelom und andere Plasmazelldyskrasien stehen.

Über das Multiple Myelom und warum wir so eine Seite haben

 

DIe Krankheit Multiples Myelom bringt Patienten zu Ärzten verschiedener Fachrichtungen mit der Bitte um Hilfe. Die Beschwerden können vielfältig sein. Nicht selten jedoch sind es «nur» auffällige Blutwerte, die vom Hausarzt erhoben wurden. Frühe Veränderungen, die auf die Erkrankung hinweisen, betreffen Eiweisse im Blut, die erhöht sind oder verminderte Werte bei den Blutzellen. Die ersten Schwankungen zeigen eine Schwäche des Knochenmarks an und den Anstieg gleichartiger – monoklonaler – Immungloboline (Antikörper) oder deren Bestandteile (Leichtketten). Die Eiweisse werden von Plasmazellen hergestellt, die sich im Knochenmark befinden. Naheliegend ist der Gedanke, dass zu viele falsch programmierte Plasmazellen sich im Knochenmark ausbreiten und dessen Funktion stören, was das Fehlen normaler Blutzellen zur Folge hat, die dort bekanntermaßen gebildet werden. Besonders betroffen sind die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), deren Mangel als Anämie bezeichnet wird. Die Patienten fühlen sich schwach und müde. Ihre Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt.

Erkrankungen dieser Art werden von Hämatologen behandelt, die Patienten von Fachärzten für Hämatologie und Onkologie betreut. Fast ausschliesslich handelt es dabei um eine ambulante Diagnostik und Therapie. 

In den letzten Jahren hat es einen exponentiellen Wissenszuwachs gegeben. Beim Myelom führte das zu einer vollkommen veränderten Behandlung mit neuartigen Medikamenten. Während der letzten Jahre konnten große Erfolge für die Patienten erreicht werden. Trotzdem die Erkrankung unheilbar ist, hat sie in Vielem ihren Schrecken verloren. Immer mehr Patienten können viele Jahre, einige Jahrzehnte ein nicht oder nur wenig beeinträchtigtes Leben führen.

In den drei hämatologisch-onkologischen Kliniken der Charité gibt es Ärzte, die sich auf die Behandlung des Multiplen Myeloms spezialisiert haben. Die Besonderheit beim Myelom, dass der Diagnosestellung bei vielen Patienten nicht automatisch der Behandlungsbeginn folgt, erfordert gute Kenntnisse dieser Erkrankung und alle Möglichkeiten einer modernen Diagnostik. Diese bieten wir an. Neben modernen bildgebenden Untersuchungsverfahren (CT, MRT, PET CT, Sonographie) haben wir die Voraussetzungen für alle erforderliche Diagnostik von Eiweissen und Zellen, Oberflächenstrukturen aud den Zellen (FACS) und genetische Untersuchungen. Bei der genomischen Testen kommen Methoden zur Anwendung, die uns international auszeichnen.

Wenn viele ne ue Behandlungsmöglichkeiten und Medikamente in neuen Kombinationen zur Verfügung stehen, ist es wichtig, die besten, erfolgversprechenden Behandlungen anzuwenden. Deshalb werden neue Medikamente und die Art ihrer Verabreichung in sogenannten klinischen Studien geprüft. Dabei werden beste bekannte Therapien mit neuartigen veglichen. Welche Studien wir aktuell durchführen, welche neuartige Therapie geprüft wird, stellen wir im Folgenden vor.

Neben unseren diagnostischen und klinischen Aktivitäten gibt es eine Forschergruppe, die sich hauptsächlich um die Aufklärung von Interaktionen der Plasmazellen zu anderen Zellen im Knochenmark bemüht. Das Knochenmarkstroma und die Plasmazellen beeinflussen sich gegenseitig und wir nehmen an, dass die Beeinflussung dieser Zell-zu-Zellkontakte neue Fortschritte in der Therapie bringen kann.

Klicken Sie weiter. Sehen Sie sich an, wer welche Aufgaben in unserem Team erfüllt. Unsere Vorstellung soll Ihr Interesse wecken. Sie kann mithelfen, ein vertrauensvollen Verhältnis aufzubauen und Ihnen Wissen geben, anfägliche Unsicherheit überwinden. Ihnen dabei zu helfen, ist unser Ziel. Ihre Gesundheit möglichst lange zu erhalten, ist die Herausforderung, der wir uns täglich stellen.

Igor Wolfgang Blau

Bereiche

Arbeitsbereich

Der Arbeitsbereich steht unter der Verantwortung von Prof. Dr. Igor Wolfgang Blau.  Im Team arbeiten die hochqualifizierte HämatologInnen Dr. Axel Nogai, PD Dr. Leo Hansmann, Dr. Kim Veronique Delventhal und der aus Ulm nach Berlin berufene Prof. Dr. Jan Krömke, wissenschaftliche MitarbeiterInnen, ArzthelferInnen, medizinische DokumentarInnen sowie engagierte und zuverlässige StudentInnen von Berliner Hochschulen. Das Hauptaugenmerk liegt auf der klinischen Versorgung der Patienten mit Plasmazellerkrankungen. Entsprechend unseres universitären Auftrages bieten wir eine Vielzahl moderner Behandlungskonzepte. Begleitet wird das klinische Programm durch unser Studiensekretariat unter Leitung von Frau Anja Ullrich-Noss, das aktuell 12 engagierte MitarbeiterInnen zählt. Gemeinsam streben wir eine rechtzeitige, moderne und fach- und sachkundige Versorgung der PatientInnen mit Plasmazellerkrankungen an.

Forschungsgruppe

In der Forschungsgruppe unter Leitung von Frau Dr. med. habil. Olga Blau untersuchen im Labor für Zeltkultivierung und Molekulargenetik ÄrztInnen, BiologInnen, Doktoranden und Diplomanden die Interaktion von Knochenmarkstroma und Zellen hämatologischer Neoplasien. Wichtig ist uns die Ausdehnung der Untersuchungen durch tierexperimentelle Invivo Testungen.

Ein zweiter wissenschaftlicher Schwerpunkt sind myeloische Erkankungen. Der Anteil der Gruppe an der Entwicklung der molekulargenetischen Diagnostik akuter myeloischen Leukämien und Untersuchungen zu Interaktionen zwischen Knochenmarkstroma und myeloischen Tumorzellen spiegelt sich in einer Reihe von teilweise hochrangig publizierten Forschungsergebnissen. Die Tätigkeit von Frau Dr. Blau in Labor Berlin GmbH garantiert die rasche Überführung von neuen diagnostischen Entwicklungen in die Routine.

Labor

Unsere Arbeitsgruppe untersucht die Rolle von single nucleotide polymorphisms (SNPs) im Genom von Myelomzellen und deren Einfluss auf den Krankheitsverlauf und die Transplantation von Patienten mit MM. Ziel ist dabei die Identifikation einer Assoziation zwischen SNPs und spezifischen chromosomalen Translokationen, sowie der Einfluss von SNPs auf das Behandlungsergebnis nach allogener Stammzelltransplantation.

Des Weiteren erforscht unsere Arbeitsgruppe unterschiedliche kommunikative Signalwege zwischen Myelomzellen und Knochenmarkstromazellen. Hierdurch sollen neue therapeutische Zielmoleküle identifiziert werden.

Neuedings untersucht die Forschergruppe um Axel Nogai biologische und molekulargenetische Aspekte extramedullärer Myelome. Diese stellen ein besonderes Problem für die Patienten dar und sind häufig nur eingeschränkt behandelbar. Deshalb sind die Untersuchungen von besonderer Bedeutung.

Nächste Veranstaltungen:

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